LeseORBIT zum Welttag der Frauen

#8 Lese-ORBIT


Liebe Lesefreunde,

heute ist der 8. März, der WELTTAG DER FRAUEN! Das war eine gute Gelegenheit, dass ich mir einmal Gedanken mache über Bücher von FRAUEN, die mir gefallen haben und / oder mich sehr berührt haben. 

Das ist dabei herausgekommen :





Der Leseorbit zum Welttag der Frauen: 

1. Eines meiner Lieblingsbücher, dass mich schon seit über 20 Jahren begleitet ist "Geh wohin dein Herz dich trägt" von Susanna Tamaro. Es ist ein kleines Buch, das wirklich berührt und ans Herz geht. Das ist eines meiner wenigen Bücher, die ich tatsächlich mehr als einmal gelesen habe.



Drei Generationen von Frauen in unserem Jahrhundert ziehen vor dem inneren Auge des Lesers vorbei, während er das Vermächtnis von Olga an die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohene Enkelin liest: ein Brief-Tagebuch, das schöne und schmerzliche Erinnerungen enthält, Weisheit des Alters, vor allem aber das im Angesicht des Todes ausgesprochene Geständnis der tiefen Liebe zur Enkelin.




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2. Ein weiteres Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte spielt in China und zeigt das Leid der Frauen im 19. Jahrhundert. Eine besondere Geschichte, "Der Seidenfächer" von Lisa See.



Fremd, exotisch, geheimnisvoll – der bewegende Roman einer großen Frauenfreundschaft im China des 19. Jahrhunderts!

China im 19. Jahrhundert: Lilie und Schneerose wachsen in einer Welt auf, in der Mädchen als Last gelten und in der mit dem Binden der Füße auch ihr Herz gefesselt werden soll. Mit siebzehn Jahren werden beide verheiratet. Dank der Geheimschrift Nushu, die nur Frauen vorbehalten ist, gelingt es den Freundinnen, in Kontakt zu bleiben. Zu besonderen Anlässen schreiben sich die beiden Mädchen sogar Gedichte in Nushu auf einen Seidenfächer, der immer zwischen ihnen hin und her wandert. Doch die Sehnsucht nach Liebe, Glück und Freiheit kann ihnen niemand nehmen ...

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3. Eines der ungewöhnlichsten Bücher, das ich je gelesen habe ist "Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen" von Aimee Bender. Eine besondere und andersartige Geschichte, die sicherlich nicht für Jedermann ist, doch sensible und zarte Gemüter werden sie lieben.



Als Rose an einem strahlenden Frühlingstag kurz vor ihrem neunten Geburtstag in ein Stück Zitronenkuchen beißt, den ihre Mutter für sie gebacken hat, muss sie feststellen, dass zwischen den frischen Zitronen, dem Zucker und der Butter eindeutig ein Hauch Traurigkeit liegt. Und plötzlich schmeckt der Marmeladentoast ihres Bruders Joseph seltsam abwesend, das Roastbeef ihres Vaters nach Schuldgefühlen, ein Sandwich nach großer Verliebtheit: Jeder Bissen offenbart mehr, als Rose lieb ist - und erst im Laufe der Jahre lernt sie, mit ihrer Gabe umzugehen.Ein herzzerreißender, komischer Familienroman, der uns die Frage stellt, wie viel wir wirklich von unseren Liebsten wissen.



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4. "Hannas Töchter" von Marianne Fredriksson ist auch ein Buch, das mich schon ewig lange begleitet. Die Geschichte hatte mich damals mitgenommen und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ein Buch, das ich in zwei Tagen ausgelesen hatte.

Als Anna ihre fast 90jährige Mutter Johanna im Pflegeheim besucht, ist diese nicht mehr ansprechbar. Anna ist zugleich traurig und wütend. So viele Fragen möchte sie noch stellen, so vieles möchte sie noch wissen über das Leben ihrer Mutter Johanna und ihrer Großmutter Hanna. Wie ist es gewesen vor fast hundert Jahren auf dem Land, als Hanna mit ihrem unehelichen Sohn Ragnar den Müller Broman heiratete? Wieso konnte sie sich später nie an das Leben in der Großstadt Göteborg gewöhnen? Wie hat sich ihre Mutter gefühlt, als der Vater starb, und warum hat sie niemals rebelliert gegen ihr tristes Hausfrauendasein? Jetzt ist es zu spät, all diese Fragen zu stellen. Anna - Tochter und Enkelin - begibt sich allein auf die Reise durch das Leben ihrer Mutter und Großmutter und findet mit Hilfe ihrer Aufzeichnungen Zugang zum Leben ihrer Vorfahren und vor allem zu sich selbst. Marianne Fredriksson hat ein spannendes Buch über die Liebe geschrieben, in dem sie die drei einprägsamen Lebenslinien von Anna, Hanna und Johanna durch hundert Jahre schwedische Geschichte nachzeichnet.

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 5. Zu meinen Lieblingsbüchern gehört auch "Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda. Zu Anfang hatte ich einige Seiten benötigt, um mich in die Geschichte zu vertiefen und den Schreibstil der Autorin annehmen zu können. Doch dann hatte es mich gepackt! Es war so wundervoll diese ungewöhnliche Gemeinschaft und die außergewöhnlichen Figuren zu begleiten.

Anna Gavaldas Roman über eine verrückte Wohngemeinschaft am Fuß des Eiffelturms
Camille (26), künstlerisch begabt, ist magersüchtig und jobbt nachts in einer Putzkolonne, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Franck (34), arbeitet als Koch in einem Feinschmeckerlokal, mag leichte Mädchen, schnelle Motorräder und seine Großmutter Paulette (83), eine eigensinnige alte Dame, die sich wehrt, in ein Altenheim abgeschoben zu werden. Philibert (36) ist der letzte große Sproß eines verarmten Adelsgeschlechts, der die Geschichte der französischen Könige im Schlaf hersagen kann, aber zu stottern beginnt, wenn er vor einer jungen Frau steht. Er lebt vom Postkartenverkauf in einem Museum, doch er verfügt - bis die Erbstreitigkeiten in der Familie geregelt sind - über eine 300 qm-Wohnung voller alter Bilder und Möbel. Dort finden diese vier grundverschiedenen Menschen zu einer vorübergehenden Wohngemeinschaft zusammen, in der sie lernen, die Tragödien des Alltags gemeinsam zu bestehen. Und dort entsteht eine Liebe, die keiner für möglich gehalten hätte, am wenigsten die, denen sie widerfährt.

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6. Agatha Christie, eine Frau, die in mir die Liebe zum Krimi entfacht hat! Stellvertretend für alle ihre Bücher, die ich inhaliert und zu Hause im Regal stehen habe, nenne ich hier den ersten Teil der Miss Marple - Reihe "Mord im Pfarrhaus". Meine Ausgaben sind überwiegend aus der Auflage, wie auf dem Bild zu sehen.



Vor wenigen Stunden hat Pfarrer Clement noch gesagt, der Menschheit würde ein großer Dienst erwiesen, wenn jemand Kirchenvorsteher Colonel Protheroe ins Jenseits befördere - nun ist Protheroe tatsächlich tot und Pfarrer Clement in einer unangenehmen Situaion. Zum Glück führt das seitliche Tor der Pfarrei direkt in den Garten von Miss Marple, die die Ermittlungen aufnimmt.







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7. An so einem Tag wie heute darf "Die Wüstenblume" von Waris Dirie nicht fehlen! Eine wahre Geschichte, die für so viele weitere wahre Geschichten von Frauen steht, die so viel Leid erfahren mussten und für die von kleinen Mädchen, denen dieses Leid und die schreiende Ungerechtigkeit bis heute immer noch widerfährt.

Im Alter von fünf Jahren hat Waris Dirie die Qualen der Beschneidung erlebt - ein Ritual, an dessen Folgen ihre Schwester und zwei Cousinen gestorben sind. Waris Dirie wuchs in einer Nomadenfamilie in der somalischen Wüste auf. Mit 13 lief sie fort, weil sie nicht den Mann heiraten wollte, den ihr der Vater zugesprochen hatte. Sie floh zu Verwandten nach Mogadischu und arbeitete vier Jahre als Hausmädchen bei ihrem Onkel in London.
Mit 18 wurde Waris Dirie als Model entdeckt. Sie posierte für Levi's, Revlon und l'Oreal, schritt über die Laufstege von Paris, Mailand und London und lebt heute in New York. Lange konnte sie mit niemandem darüber sprechen, was ihr in jungen Jahren geschehen war. Doch nach und nach reifte in Waris Dirie der Entschluß, ihre Leiden der Öffentlichkeit nicht mehr länger vorzuenthalten. Heute kämpft sie als Sonderbotschafterin der UNO weltweit gegen die Genitalverstümmelung von Frauen, die heute noch in 28 Ländern praktiziert wird.






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Was sind eure liebsten Bücher von Frauen? Kennt ihr die von mir vorgestellten Bücher?

Kommentare

  1. Ich kenne "Die Wüstenblume", eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Mein Jugendroman "Sirrah" passt ebenfalls zum Weltfrauentag. Es spielt in einer fernen Zukunft, in der die Welt von Frauen beherrscht wird :) http://petragugel.wixsite.com/autorenwebsite/sirrah

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  2. Die Bücher sind mir vom Titel her schon begegnet, aber gelesen habe ich noch keines davon.
    Liebste Bücher von Frauen, hmm, viele... natürlich "Frankenstein, oder der neue Prometheus", Erin Morgensterns "Der Nachtzirkus", Patricia Briggs Urban Fantasy Romane, Donna Alwards Liebesromane...

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    1. Hallo Old Folkie,
      immer wieder interessant, wie groß die Welt der Literatur ist. Bis auf "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern kenne ich keine, der von dir genannten Autorinnen und ihre Bücher. Danke, dass du hier ein paar deiner liebsten Autorinnen geteilt hast.
      LG vom monerl

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  3. Hallo,
    von den vorgestellten Büchern kenne ich nur Die Wüstenblume. Aber das fand ich ricgtig gut und es hat mich tief erschüttert.

    LG Jessy

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    1. Hallo Zeilenspringerin,
      schön, dass du ein Buch aus meiner "Liste" kennst! Die anderen kann ich dir auch unbedingt ans Herz legen. Sie haben mich allesamt sehr berührt.
      GlG, monerl

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  4. Huhu!

    "Geh, wohin dein Herz dich trägt" habe ich auch vor Ewigkeiten gelesen und weiß nur noch, dass ich es ganz wunderbar fand... Eigentlich wollte ich schon lange mal schauen, was die Autorin seitdem noch so geschrieben hat.

    Auch "Hannas Töchter" ist schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist! Das wollte ich irgendwann nochmal lesen, genau wie "Die Wüstenblume".

    Ich kann Margaret Atwood, Virginia Woolf und Muriel Sparks empfehlen!

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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  5. Hallo Mikka,

    sehr interessant, dass du doch sehr viele meiner vorgestellten Bücher kennst! Die meisten kennen sie nämlich nicht. Scheint auf einen ähnlichen Lesegeschmack hinzudeuten. Ich persönlich finde keine Zeit mehr für re-reads. Meine RuBs sind sehr mächtig. ;-)

    Danke für deine Frauen-Empfehlungen! Habe noch kein Buch dieser Autorinnen gelesen. Werde mich mal umschauen.

    GlG, monerl

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