Buchvorstellung - Die Frauen der Rosenvilla

#107 Rezension


Die Frauen der Rosenvilla

Teresa Simon

Heyne Verlag
Broschur
ISBN: 9783453471313

5 von 5 Sternen

copyright Random House

Buchbeschreibung:

Im Garten der Villa verbirgt sich ihr Geheimnis ...

Anna Kepler, Erbin einer alten Schokoladendynastie, hat gerade ihre zweite Chocolaterie in der Dresdner Altstadt eröffnet. Auch die Familienvilla hat Anna wieder in Familienbesitz gebracht. Als sie den legendären Rosengarten, der der Villa einst ihren Namen gab, neu anlegt, stößt sie auf eine alte Schatulle. Sie enthält das Tagebuch einer Frau, die vor hundert Jahren in der Villa gelebt hat. Doch Anna hat noch nie von dieser Emma gehört und begibt sich auf Spurensuche. Dabei stößt sie auf ein schicksalhaftes Familiengeheimnis ...

"Die Frauen der Rosenvilla kommt leicht daher und gibt den schweren Zeiten der Weltkriege ein sehr persönliches Gesicht. Fesselnd und in großem Bogen erzählt dieser Roman von romantischen Verstrickungen Anfang der 1900er Jahre und wird zum echten Pageturner. (...) Popcornkino im bestverstandenen Sinn: leicht, mitreißend, nachwirkend."
BÜCHER Magazin (27.05.2015)
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Ich bin verliebt in dieses Buch! Soeben habe ich es zugeklappt und bin nun gleichzeitig traurig darüber, mich von den Frauen der Rosenvilla verabschieden zu müssen. Geheimnisse umhüllen die Villa, die nach und nach durch die Tagebücher von Helene, Emma und Charlotte aufgedeckt werden. Die Tagebücher haben mich von der ersten Seite an aufgesogen! Ich fand mich wieder im alten Dresden, im Dresden vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg und den Dresdner Frauen der Rosenvilla, die mir so sympathisch waren und ganz schnell mein Herz erobern konnten.

Durch die Tagebücher werden die verschiedenen Handlungsebenen der Vergangenheit eingeleitet und verbinden sich wunderbar mit der Gegenwart, in der Ana versucht ihr Leben zu meistern.

Die Autorin hat es geschafft, historische Begebenheiten mit einer spannenden Tagebuchgeschichte zu kreieren, in zauberhafte Schokolade zu tauchen und in mir ein himmlisches Sehnen nach Pralinen, dem Winter, einem Wohnzimmer mit Feuer im Kamin und Blick auf verschneite Rosen im Garten, zu wecken. Ich wollte mich am liebsten in eine Decke gekuschelt einwickeln und Anna auf der Suche nach der Wahrheit und dem Geheimnis begleiten.

Sobald man sich den Charakteren nah gefühlt hat, wurden zu ihren schönen Seiten auch die dunklen aufgedeckt. Dies machte sie so lebendig und greifbar; so lebensecht obwohl nur erfunden. Es war ein leichtes in die Geschichte einzutauchen, und ist nun sehr schwer, sich von ihr zu verabschieden.

Für mich wurde dieser Roman zu einem kostbaren Buch, das als zweites Lesehighlight in mein Lese-Jahr 2016 eingeht. Es ist meinerseits somit eine absolute Leseempfehlung!

Als "Schmankerl" gibt es sogar die Pralinenrezepte zu den Schokogenüssen im Buch. Das ist wahrlich etwas Besonderes! Bei Gelegenheit werde ich versuchen diese nachzumachen.

Nur schade, dass es am Ende des Buches keinen Stammbaum gibt. Den hätte ich mir so gerne noch gewünscht. Ich hätte anhand von diesem dann die Verzweigungen und die Verbindungen der Familien verfolgt und die ganze Geschichte nochmal Revue passieren lassen.

Und während ihr euch jetzt wahrscheinlich das Buch kaufen geht, gehe ich in die Stadt mir ein paar zartschmelzende Schokopralinen besorgen, um mir den Abschiedsschmerz leichter zu machen.






copyright monerlS


Kommentare

  1. Christina Amberg5. Oktober 2016 um 22:05

    Ich bin da ganz deiner Meinung, daß Buch ist ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine sehr schöne Rezi.

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