Buchvorstellung - Becks letzter Sommer - Kurzmeinung

#7 Blitzgedanke- Kurzmeinung


 

Becks letzter Sommer

Benedict Wells


Gelesen von: Christian Ulmen
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Spieldauer: 9 Stunden 37 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe 
Verlag: Diogenes Verlag
Erscheinungsdatum: September 2015
Sprache: Deutsch

5 von 5 Sternen 



Kurzbeschreibung

»But I was so much older then, I’m younger than that now.« (Bob Dylan). Robert Beck wollte einst Musiker werden, doch stattdessen setzte er auf Sicherheit und wurde Lehrer. Nun ist er Ende dreißig und angeödet von seinem Leben. Bis er in seiner Klasse den Außenseiter Rauli Kantas aus Litauen entdeckt. Ein Musikgenie, das singt und E-Gitarre spielt wie ein junger Gott. Beck will ihn als Manager groß ausbringen, allerdings nicht nur aus Selbstlosigkeit: der Junge ist gleichzeitig seine letzte Chance, um sich seine Träume von der Musikkarriere doch noch zu erfüllen. Aber wie Beck hat auch der rätselhafte Rauli seine Geheimnisse... Der Beginn eines Sommers, in dem noch einmal alles möglich scheint – und alles auf dem Spiel steht. Denn die Suche nach einem Label gestaltet sich für Beck schwieriger als gedacht, seine Beziehung zur Studentin Lara hängt am seidenen Faden, und sein bester Freund, der Deutschafrikaner Charlie, zieht den Ärger magisch an. Alle Figuren sind auf einem langen Weg zu sich selbst, und sie werden ankommen – wenn auch nicht immer da, wo man es erwartet. Denn am Ende muss Beck sich entscheiden, wie viel er für seine Freiheit wirklich zu opfern bereit ist. Becks letzter Sommer ist Künstlerroman, Roadmovie und eine universelle Geschichte über die Musik, die Liebe und das Leben. Schräg, witzig, weise und berührend.
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Blitzgedanken:
  • Genre: Roman / Belletristik / Roadtrip
  • Handlung: Robert Beck, Lehrer ohne Leidenschaft, unzufrieden mit sich und seinem Leben, versucht die sich ihm bietende Chance sein Leben zu ändern zu packen. Kann er mit fast 40 Jahren aus seinem Alltag ausbrechen und neu anfangen?
  • Protagonisten: Alle sehr gelungen und charakterlich sehr gut gezeichnet. Ich hatte von jeder Figur eine für mich klare und detaillierte Vorstellung. Das Kopfkino war eingeschaltet. Robert Beck, Rauli, Lara, Anna als auch Charlie spielen für mich alle eine Hauptrolle. Sie sind wie eine Schnur mit vielen Knoten, die ineinander noch verschnörkelt sind. So, wie das eigentliche Leben auch.
  • Spannung: Es gibt mehrere kleinere Spannungsmomente, die den Leser / Hörer an der Geschichte dranbleiben lassen. Was wird mit der Beziehung zu Lara? Wird Beck ausbrechen können? Werden Beck und Rauli ein (erfolgreiches) Team? Ist Charlie ein Hypochonder oder nicht? ;-)
  • Ende:  Das Ende war grandios! Es hat mich geflasht und sehr berührt! Sehr gelungen und nicht klischeehaft, das hat mir sehr gefallen. Das Ende ist das i-Tüpfelchen, durch das die Geschichte für mich volle Punktzahl erhält.
  • Stichworte: Roadtrip; Belletristik; Eine Reise zu sich selbst
  • Auffälligkeiten: Ein sehr junger Autor, der mit dieser Geschichte seine Weisheit und sein Können beweist. Eine schöne Kombination aus einer runden Story, die mal flapsig und mal tiefgründig, mal witzig und auch sehr traurig sein kann.
  • Hörbuch: Leider nicht so gut gelungen wie erwartet. Christian Ulmen als Vorleser bewegte mich dazu, mir zum Buch noch das Hörbuch zu kaufen. Aber leider ist er ein besserer Schauspieler als Vorleser. Er liest zu schnell und zu aufgeregt. Man hibbelt sich ab und zu in die Geschichte hinein, obwohl das an diesen Stellen total unnötig und unangebracht ist, weil die Stimme Ulmens einen regelrecht dazu treibt.
  • Fazit: Eine gelungene und fantastische Geschichte, ein Roadtrip zu sich selbst, über das Leben und viele Wünsche und Träume, die erste zarte Liebe und noch viel, viel mehr! Buch 5 Sterne, Hörbuch 4 Sterne
Den Film habe ich im Kino leider verpasst, aber ich werde ihn mir sicherlich noch auf DVD anschauen und ich bin sicher, Christian Ulmen wird mir als Robert Beck ausgesprochen gut gefallen!

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