Buchvorstellung - Irgendwas geht immer

#78 Rezension


Irgendwas geht immer

Dawn French
Ullstein Tschenbuch Verlag
Taschenbuch
ISBN: 9783548283777

1 von 5 Sternen

copyright Ullstein Buchverlage


Kurzbeschreibung:
Niemand geht einem so sehr auf die Nerven wie die Familie. Und nichts ist unterhaltsamer, als festzustellen, dass es anderen genauso geht. So wie den Battles! Mutter Mo, eine Kinderpsychologin, steht fassungslos vor ihren pubertierenden Kindern. Tochter Dawn findet ihre Familie schrecklich peinlich. Sohn Peter ist in Oscar Wilde verliebt – und benimmt sich leider auch so. Und ja, einen Ehemann gibt es auch: Mo nennt ihn liebevoll »Ich-muss-noch-was-arbeiten!«. Keiner versteht den anderen oder redet vernünftig. Bis es hart auf hart kommt. Als sich ein fieser Betrüger in ihr Leben schleicht, halten alle zusammen – sogar der Hund.
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Meine Meinung:
Das Beste vorab: Ein wunderschönes Buch zum Anschauen, Anfassen und im Regal bewundern - mehr nicht!

Die in Tagebuch-Form beschriebene Familie ist eine ganz normale Durchschnittsfamilie, wie sie jeder kennt.
Die Mutter Mo hat eine Midlife-Crisis, die Kinder hören nicht wie sie sollen oder haben seltsame Vorstellungen vom Leben / Familienleben. Sie bekommt von ihrer Familie, ihren Erwartungen entsprechend, nicht genug Dankbarkeit und Liebe.
Die Tochter Dora hat kein Selbstwertgefühl, weiß nicht, wo sie im Leben steht und was sie vom Leben erwartet. Bald volljährig und immer noch kein "Plan" wie´s weitergehen soll.
Peter, Sohn und Bruder, ein Exzentriker, durchlebt eine Persönlichkeitssuche aber auf eine andere Art und Weise als seine Schwester.
Der Vater hat am Ende einen kurzen "Auftritt". Er ist ein normaler Vater, wie auch seine Familie eine ganz normale ist. 

Mein Lesen konzentrierte sich immer mehr und mehr auf diesen fiesen Betrüger. Ich war sehr gespannt, wie und ob er die Geschichte herumreißen würde. Er war im Gesamtkontext auschlaggebend, dass ich mir dieses Buch gekauft habe. Doch selbst der angekündigte fiese Betrüger ist leider nichts Außergewöhnliches.

Ich hatte erwartet, eine witzige, sehr ungewöhnliche, mit britischem schwarzem Humor gespickte Geschichte zu lesen, die als Bestseller verkauft wird.
Erhalten habe ich eine langweilige, zähe und sich ziehende Familiengeschichte, die nichts Neues vorgebracht hat, das man nicht selbst schon aus dem Alltag kennt. 

Den einen Punkt vergebe ich für das schöne Cover und die zwischendurch netten Tagebucheinträge des Bruders, alias Oscar Wilde - Double, die mir ab und zu ein Schmunzeln entlocken konnten.

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