Buchvorstellung - Ein Bild von Dir


#79 Rezension

Ein Bild von dir

Gelesen von: Luise Helm
Jojo Moyes


  • Spieldauer: 13 Stunden und 58 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Argon Verlag
  • Erscheinungsdatum: 23. Januar 2015
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783839813850

5 von 5 Sternen
copyright Argon Verlag


Mit Bestimmtheit kann ich jetzt schon sagen, dass dieses Buch zu meinen Lesehighlights des Jahres 2015 gehören wird!

Jojo Moyes ist es wiederholt gelungen eine Geschichte zu schreiben, die mich absolut in den Bann gezogen hat! Und durch die Erzählstimme von Luise Helm verlor ich mich im Wechsel im Jahr 2006 und in der Zeit des 1. Weltkriegs. In Gedanken bei Sophie und Liv, verbrachte ich jede freie Minute.

Der erste Teil besteht aus Sophies Leben. In Rückblicken und Erinnerungen lernt man Sophie und ihren Mann, den Künstler Édouard, kennen. Wie er Sophie erobert hat und welch schöne Liebe die beiden verbindet aber auch, wie sie durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges getrennt werden. Gekonnt beschreibt die Autorin die Verzweiflung, die Trauer aber auch den Mut einer Frau, die sich durchkämpfen muss und sogar versucht sich dem Krieg und den deutschen Besatzern entgegenzustellen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft für ihre Familie und ihre Liebe. Eine der wenigen Erinnerungen, die ihr an Édouard geblieben sind, ist das Bild, das er von ihr gemalt hatte.

Im zweiten Handlungsstrang begegnet der Leser Olivia, Liv genannt, wie sie im Jahre 2006 nach dem Tod ihres Ehemanns versucht weiterzumachen und wieder ins Leben zurückzufinden. Sie ist eine gebrochene und geknickte Frau, die sich an ein Bild klammert, das Schönste, das ihr noch als Erinnerung an ihren Mann David gelbieben ist. Das Bild, das sie von ihm auf ihrer zweiten Hochzeitsreise geschenkt bekommen hat.
Das Bild zeigt Sophie, ein Portrait, gemalt von Édouard.

Sehr schön und wunderbar erzählt verknüpft die Autorin beide Handlungsstränge. Ich litt mit Sophie und hasste den Krieg. Ich wünschte ihr so sehr ein Wiedersehen mit Éduouard, an das ich eigentlich nicht glauben konnte.

Liv soll ihr Bild an Éduouards Familie zurückgeben. Es ist ein scheinbar während des 2. Weltkrieges gestohlene Werk, das an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgehen soll. Im Kampf um das Bild erwacht Livs Lebenswille wieder. Sie ist bereit dafür zu kämpfen, koste es was es wolle! Ihre Verbundenheit zu Sophie und ihrem Bild ist so groß, dass sie dafür sogar eine neu entdeckte Liebe opfert.

Der Roman ist zu keiner Zeit kitschig oder schnulzig. Beide Frauen habe ich als Leser liebgewonnen. Sophie auf Anhieb und Liv im Laufe der Geschichte. Sie entwickelt sich als Charakter und wirkt deshalb umso glaubwürdiger.
Nebencharaktere wie Paul und Mo sind ebenfalls schön ausgefeilt.

Ja, erzählen kann sie wirklich! Sie hat das Niveau von einem Nicholas Sparks, und das meine ich als Kompliment! Wem seine Bücher gefallen, der wird auch dieses neue Buch von Jojo Moyes lieben.

Begebt euch auf die Reise eines Bildes, auf die Reise von Sophie, eine Reise von Frankreich über Deutschland nach England, von 1916 bis 2006 mit dem Ziel: Liebe!

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