Buchvorstellung - Eene Meene

#87 Rezension

Eene Meene

M. J. Arlidge
rororo Verlag
Taschenbuch
ISBN: 9783499238352

3,5 von 5 Sternen




Kurzbeschreibung:
Ein perfider Killer kidnappt Paare. Die Opfer wachen orientierungslos auf, gefangen in einem Raum, niemand hört ihre Schreie. Es gibt keine Fluchtmöglichkeit, nur eine Waffe und die Botschaft des Entführers: Entweder sterben beiden einen langsamen, qualvollen Tod – oder einer bringt den anderen um und ist frei.

Detective Inspector Helen Grace und ihr Team wissen nicht weiter; nichts scheint die Fälle zu verbinden. Doch die Entführungen sind so akribisch vorbereitet, so konsequent durchgeführt, dass es einen Plan geben muss.

Und für Helen, die nach außen so stark und unberührbar erscheint, ist die Zeit gekommen, ein weiteres Mal ihre eigene Hölle zu durchschreiten, Brücken einzureißen und über Grenzen zu gehen.

Der Auftakt zur Thrillerreihe um Detective Inspector Helen Grace!
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Meine Meinung:
Vorab die Information: Ich habe auch bewusst meine Wahl getroffen und die fiel auf das Buch mit dem grünen Cover!

In sehr kurzen Kapiteln, die teilweise nur 1 bis 3 Seiten umfassen, wird die Geschichte sehr schnell vorangetrieben. Einerseits geht es für den Leser voran und man hat das Gefühl, dass der Autor sich ausschließlich auf das Wesentliche konzentriert hat, doch andererseits ist die Story schon sehr bald erschöpft. Das Muster der Serientäterin ist natürlich immer das gleiche, doch die Ermittlungsarbeit lässt keine richtige Spannung aufkommen. Es plätschert vielmehr so vor sich hin. Der Schwerpunkt wird richtet sich bald auf die Personen und ihre Probleme und Nöte.

Nach 16 Seiten fühlte ich mich etwas von der Namensflut erschlagen: Amy, Sam, Jake, eine Frau ohne Namen, Helen, Marie, Anna und Steeven... Im Verlauf der Geschichte kommen noch ein paar Namen dazu und manchmal musste ich kurz inne halten und nachdenken, wer denn jetzt wer ist, da einige Charaktere mehrere Namen haben, da sie nicht die sind, für die sie sich ausgegeben haben.

Was mich am Buch dranbleiben ließ, war meine Neugier auf das Motiv des Täters. Wieso dieses Spiel mit dem Opfern? Wieso gerade diese Opfer? Doch leider war ich von der Lösung und dem Ende etwas enttäuscht. Ein grandioser show-down klingt anders. Der "WOW"-Effekt ist ausgeblieben.

Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen, der Spannungsbogen ist leider nicht konstant und die Charaktere bleiben für meinen Geschmack etwas zu blaß. Da dies aber der Auftakt einer Serie ist, hoffe ich, dass sie im nächsten Band greifbarer werden. Einen Versuch werde ich Helen Grace noch geben.
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Ich möchte mich noch bei Rowohlt Verlag GmbH bedanken, dass ich freundlicherweise das Bild mit dem Cover verwenden durfte. 


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