Buchvorstellung - Das Schicksal ist ein mieser Verräter


#66 Rezension

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green
Carl Hanser Verlag GmbH und Co.KG
Fester Einband
ISBN: 9783446240094

5 von 5 Sternen
copyright Hanser Verlag


Kurzbeschreibung Amazon:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
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Es gibt Bücher, die werden gehypt, das aber auch zu recht. Dieses Buch hier gehört für mich in diese Kategorie. 

Im Ansatz wusste ich, worum es geht, gibt es doch zur Zeit einige Bücher mit gleicher oder ähnlicher Thematik, somit war ich auf die Umsetzung gespannt. Und diese ist dem Autor ausgezeichnet gelungen! 

Der Leser erhält eine unverblümte Liebesgeschichte, auf dessen Ende er sich nicht freut. Ehrlich und teilweise hart, geht Hazel mit ihrem Schicksal um. Sie hat es ins Auge gefasst und versucht, aus ihrer verbleibenden Zeit, das Beste zu machen. Sie ist doch schon sehr im Alltag eingeschränkt, da sie ohne ihre Sauerstoffflasche nicht mehr aus dem Haus gehen kann. Ihre Tage sind gezählt. Für Liebe ist keine Zeit - doch da macht ihr ihr Schicksal den ersten Strich durch die Rechnung! Mit Gus findet sie die große Liebe, die sie nicht mehr erwartet hätte. Gus, dessen Heilungschancen ihn schon beinahe gesund erscheinen lassen, verliebt sich in das ernste Mädchen Hazel und macht ihr den Hof. Durch seinen Charme und seine Aufrichtigkeit, schafft er es doch noch durch die harte Schale von Hazel durchzubrechen. Jetzt fehlt ihnen aber nur noch die Zeit, ihre Liebe zu genießen. 

Wie viel Zeit wird ihnen das Schicksal zugestehen? 

Fazit: 
Ein rundherum gelungener Jugendroman, den man als Erwachsener auch sehr gut lesen kann. Die Hauptcharaktere sind überaus gelungen. Ihre Beschreibung und ihr Handeln machen es leicht, sie sich vorzustellen. Auch die Nebencharaktere dürfen nicht vergessen werden. Sie bereiten der Geschichte einen sehr guten Rahmen, die mir als Leser, trotz der traurigen Thematik, auch hin und wieder ein Schmunzeln entlocken konnten.




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