Buchvorstellung - Weit weg und ganz nah

#52 Rezension

Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes
rororo Verlag
Broschiert
ISBN: 9783499267369


5 von 5 Sternen

copyright rororo Verlag

Buchbeschreibung:

Einmal angenommen …
… dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher …
Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?
Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

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Der Autorin ist wieder ein bezauberndes und einfühlsames Buch gelungen! 
Und wieder sollte man es nicht mit den anderen vergleichen, denn es ist eine eigenständige Geschichte, die ihre eigenen Reize hat. 

In diesem Buch beschreibt Jojo Moyes das Leben und das Schicksal einer Frau, das sie mit der Trennung von ihrem Mann ganz plötzlich ereilt. Sie zerreißt sich fast, um das Überleben ihrer kleinen Familie (ihre Tochter, ihr Stiefsohn und sie) irgendwie zu sichern. Mit mehreren Jobs kann sie sich dennoch nicht über Wasser halten und ihr Leben droht an Geldmangel zu zerbrechen. 
Und eines Tages findet sie aus Versehen ein liegen gelassenes Geldbündel, obwohl sie weiß, wem es gehört und entscheidet, sich dieses erstmal auszuborgen. Denn ihre durch und durch geniale Tochter soll eine Chance bekommen, an eine private Schule zu gehen zu dürfen, die so außergewöhnliche Kinder, wie ihres, fördert. Und damit nimmt das weitere Schicksal seinen Lauf. 

Der größte Teil des Buches ist ein Roadtrip mit Höhen und Tiefen. Die kleine Familie lernt ein bisschen die Welt kennen, erfährt wie es sich anfühlt in einem Neuwagen durchs Land zu fahren, wie schnell reiche Leute sich eine Lebensmittelvergiftung einfangen können, belegte Brote zu schätzen und dass das Schicksal sich auch mal zum Guten wenden kann. 

Das Buch lebt durch seine besonderen Charaktere. Jeder einzelne ist mir während des Lesens ans Herz gewachsen. Ich habe mitgezittert, mitgefiebert, gelitten und mich gefreut. Durch schöne und flüssige Sprache gelingt es der Autorin den Leser zu begeistern. 

Dies ist eine leicht geschriebene Geschichte mit einer Botschaft aus der unteren Schicht Amerikas. Jeder hat eine Chance verdient, manchmal auch zwei und manchmal wird am Ende doch noch alles gut. :-)

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