Buchvorstellung - Sommer der Wahrheit


#49 Rezension


Sommer der Wahrheit

Nele Löwenberg
Ullstein eBooks
eBook
ISBN: 9783843707367


2,5 von 5 Sternen



copyright Ullstein Buchverlage

Buchvorstellung:

Wenn ein Sommer dein ganzes Leben verändert
Nebraska, Anfang der neunziger Jahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Die Eintönigkeit des Farmlebens und das strenge Regime ihrer Adoptivmutter machen Sheridan das Leben schwer, doch zum Glück gibt es Tante Isabella und die Musik, die Sheridan über alles liebt. Der Farmarbeiter Danny, der Rodeoreiter Nick und der Künstler Christopher machen ihr den Hof, und sie stößt auf die Tagebücher der geheimnisvollen Carolyn, die vor vielen Jahren spurlos verschwand. Das Leben ist plötzlich aufregend, bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...
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Es fällt mir schwer dieses Buch zu bewerten. Meine Enttäuschung ist groß, vor allem, weil die Erwartung sehr groß war. 

Die ursprüngliche Leseprobe hatte mich neugierig gemacht! Ich habe eine Familiengeschichte erwartet, in der es hauptsächlich um die Aufdeckung eines großen Familiengeheimnisses geht. Da Krimi ja bekanntlich eine Stärke der Autorin ist, freute ich mich auf diesen Roman. 
Leider bekommt man aber die Geschichte eines 15-jährigen Mädchens (Sheridan) präsentiert, das man 2 Jahre begleiten darf, und mitbekommt, wie sie ihre sexuelle Lust entdeckt, entfaltet und auslebt. Kein Mann ist vor ihr sicher. Wer ihr über den Weg läuft und bei 2 nicht auf den Bäumen ist, wird Teil ihres sexuellen "Erwachsen-Werdens". 
Irgendwann hat mich das nur noch genervt. Eine Liebelei nach der anderen war dann einfach zu viel des Guten. Bis auf dies, dass ich zum einen Mitleid mit ihr hatte und zum anderen sie mich nervte, blieb sie sehr farblos. Sheridan konnte mich nicht überzeugen und für sich einnehmen. Ihr Schicksal ist nicht einfach. Doch die Schikanen ihrer Adoptivmutter Rachel waren für mich auch irgendwann zuviel. Aneinandergereihte Bösartigkeiten, die die Figur durch und durch schlecht darstellen, sind auf Dauer auch irgendwann nervig, vorallem, da durch die Bank weg alle männlichen Charaktere ziemliche Memmen sind und Rachel einfach niemals Paroli bieten. 

Das große Geheimnis ist zum Großteil vorhersehbar. Es wird am Ende vollständig aufgelöst. Ich hätte mir da aber gewünscht, dass die Entdeckung dessen und die Konfrontation damit, interessanter und gekonnter in die Geschichte eingebettet worden wäre. Daher ist für mich das Ende nur teilweise zufriedenstellend. 

Ich hoffe nicht, dass noch weitere Teile dazu geplant sind. Falls doch, ist dieses Buch für mich der erste und letzte Roman der Autorin, der kein Thriller oder Krimi ist. Denn für mich fühlte sich das Buch wie ein seichter Groschenroman an. 
Wer sowas liebt, bitte zugreifen, für alle anderen: Finger weg!

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