Buchvorstellung - Silber: Das erste Buch der Träume


#54 Rezension


Silber: Das erste Buch der Träume

Gelesen von: Simona Pahl
Kerstin Gier



Hörbuch-Download

  • Spieldauer: 9 Stunden und 35 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Argon Verlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 21. Juni 2013
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00DJAWVH8

2,5 von 5 Sternen

Kurzbeschreibung Amazon:
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil ... Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich - noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht - ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat - wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen...
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Meine erste richtig große Enttäuschung von einem Buch von Kerstin Gier!

Auch wenn ich nicht zur eigentliche Zielgruppe gehöre, behaupte ich von mir, dass ich mich doch gut auf Geschichten fallen- und einlassen kann. So, wie ein erwachsener Autor in der Lage ist, Geschichten für Kinder und Jugendliche zu schreiben, so zähle ich mich zu den Lesern, die in der Lage sind, diese Bücher auch aus dieser Warte lesen und empfinden und aufnehmen zu können.

Der Beschreibung nach habe ich ein traumhaft schönes und geheimnisvolles Buch erwartet. Eins, in das ich am Liebsten hineinschlüpfen und mitträumen wollte. Doch leider bin ich, im Gegensatz dazu, ständig aus der Geschichte hinauskatapultiert worden. Die Hauptprotagonistin hat mich, je länger die Geschichte ging, zunehmend mit ihrer Art genervt. Viele Klischees wurden bedient und die meiste Zeit plätscherte alles nur so vor sich hin. Der Anfang war vielversprechend. Aber die Figuren entwickelten sich bis zum Ende hin negativ und konnten mich einfach nicht überzeugen. Die Mutter erschien mir ganz ohne Verantwortungsgefühl (in der Hippy-Zeit stehengeblieben), die Hauptprotagonistin erst als zu ernst und dann immer kitschiger, das Kindermädchen war total naiv oder nicht "von dieser Welt" und die Jungs hätten, der Beschreibung nach, aus einer Boy-Group entspringen können, alle einfach nur schön und flach und ohne Charakter(stärke).

Zu guter Letzt empfand ich das Ende dann auch noch zu hinkonstruiert und übertrieben, nicht passend und ideenlos.

Der einzige Lichtblick für mich war die Schwester Mia, denn in ihrem Charakter wird der Humor deutlich, den man eigentlich von der Autorin gewöhnt ist. Ab und zu musste ich lachen und ich wünschte mir, dass die Schwester endlich das Zepter dieser Geschichte übernimmt.

Hätte ich das Buch nicht als Hörbuch gehört, hätte ich es sicherlich nach der Hälfte zur Seite gelegt. Dass ich das Buch zu Ende gehört habe, lag einzig und allein an der Sprecherin. Sie schaffte es, mich durchhalten und hoffen zu lassen, dass es zum Ende hin vielleicht noch besser wird.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch tatsächlich am besten für die Altersgruppe 13 - 16.

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