Buchvorstellung - Noah


#59 Rezension

Noah

Sebastian Fitzek
Bastei Lübbe Verlag
Fester Einband
ISBN: 9783785724828

3 von 5 Sternen
Kurzbeschreibung:
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

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Obwohl ich von diesem Autor noch weitere vier Bücher auf meinem Lesestapel habe, war "Noah" nun mein erstes von ihm. Daher bin ich ganz unbedarft an die Geschichte herangegangen. 

Am Anfang war ich ziemlich gefesselt. Die Geschichte geht gleich spannend los und die Handlungsorte wechseln von Manila, Berlin, Amsterdam, Rom... Durch recht kurze Kapitel wird die Handlung vorangetrieben. Der Leser ist so unwissend wie der Hauptcharakter Noah. Wer ist er, warum ist er da wo er ist, wieso kann er sich an nichts erinnern und vorallem, warum ist das Wort "Noah" auf seine Handfläche tätowiert worden? 

Auf dem Weg zur Lösung des Rätsels wird der Leser über die Überbevölkerung der Welt aufgeklärt, die Umweltverschmutzungen, Krankheiten, Slums, die Schere zwischen Reich und Arm und noch so über einiges mehr. Eine Pandemie droht fast die ganze Menschheit auszurotten. Noah, wie er wegen seiner Tätowierung genannt wird, ist irgendwie tief darin verstrickt. Um sein Leben kämpfend und vor Auftragskillern fliehend wird ihm bewusst, dass er sehr viel über Gefahr wittern, einschätzen, Waffen und Töten weiß. Ist er auch ein Auftragsmörder? Und wer ist die Stimme in seinem Kopf, die sich immer wieder mit Lebensweisheiten meldet? Wird er sich an sein Leben und seine Vergangenheit wieder erinnern können? 

Je länger ich las, desto weniger Zugang hatte ich zu Noah und den anderen Figuren. Im Laufe der Geschichte wurden sie immer blasser und ich distanzierte mich von ihnen und ihrem Schicksal. Ich wollte zwar die Auflösung wissen doch der "Weg" dorthin interessierte mich nicht mehr so sehr.

Das Ende ist interessant gewählt aber auch irgendwie zu sehr zusammengestückelt. Der Funke ist nicht übergesprungen. Ein aktuelles Thema, verpackt in einen Thriller, über das sicherlich jeder mal nachdenken und sein Konsumverhalten überprüfen und evtl. überdenken sollte. Leider ist die Umsetzung im Buch nicht ganz so gelungen. 


Ein anfänglich packender Thriller, der zum Ende hin sehr abflacht und schwächelt. Kann man lesen, ein "MUSS" ist es aber nicht.

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