Buchvorstellung - Hab und Gier


#58 Rezension


Hab und Gier

Gelesen von: Uta Hallant
Ingird Noll

  • Spieldauer: 6 Stunden und 27 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Diogenes Verlag AG
  • Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2014
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783257691887

4 von 5 Sternen


copyright Diogenes Verlag

Und die Moral von der Geschichten

... Freundschaft und Geld verträgt sich mitnichten... ;-) 

Dies ist kein Krimi und kein Thriller. Die Spannung wird dadurch erzeugt, dass der Leser (in diesem Fall Hörer) dem Ende hinfiebert, um endlich zu erfahren, geht die G´schicht denn gut oder schlecht aus. ;-) 

Gekonnt strickt die Autorin eine Geschichte um Freundschaft, Geld und Moral. Karla, die ehemalige Arbeitskollegin von Wolfram bekommt ein unmoralisches Angebot: Tötet sie ihn, den Todkranken und Unheilbaren seinem Wunsch entsprechend, wird sie als Alleinerbin eingesetzt oder pflegt sie ihn "bloß" bis zum Ende hin, erbt sie damit die Hälfte. 

Und plötzlich treten in dieser schwarzen Mordkomödie weitere Personen in Erscheinung, und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Ist Judith wirklich die sehr gute Freundin von Karla? Was für eine Freundschaft verbindet sie mit Cord? Ist Cord vertrauenswürdig? Wieso hat Karla nun auch mit Cord zu tun? Wer ist Freund, wer ist Feind und was ist eigentlich mit der Qualle, die das ganze Geld für sich beansprucht?! 

Mit viel Wortwitz und schwarzem Humor zeichnet Frau Noll eine doch ziemlich realistische Geschichte. Es ist nicht unvorstellbar, dass solche Situationen eintreten und genau dies reißt den Leser mit, da er erkennt, wie echt alles klingt und man sich trotz allem noch ein gutes Ende wünscht. So zumindest ging es mir. 

Die Handlung der Geschichte wird nie langweilig. Sie schreitet permanent voran und entwickelt sich spannend. Die Charaktere bleiben nicht eindimensional. In allen steckt Gut und Böse, mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Sie entwickeln sich nachvollziehbar und mitunter deswegen wirkt die Geschichte auch ziemlich realistisch. 

Die ausgewählte Sprecherin passt sehr gut zur Hauptprotagonistin Karla, auch wenn ich mich erst an sie gewöhnen musste. 

Insgesamt eine schöne, kurzweilige Mordgeschichte, die mich darüber lächeln und froh sein lässt, dass ich nichts zu vererben habe... ;-)


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