Buchvorstellung - Fast Genial


#28 Rezension

Fast Genial

Benedict Wells
diogenes Verlag
Fester Einband
ISBN: 9783257067897

 5 von 5 Sternen

copyright Diogenes Verlag


Dem Autor ist ein wundervolles Buch gelungen!


Ein weiterer Roadtrip, so könnte man meinen. Ja, aber einer, an den man sich noch eine Weile erinnert!

Der fast 18jährige Francis muss sehr früh Verantwortung für sich und seine manisch-depressive Mutter übernehmen. Vom Stiefvater geschieden und durch häufige Klinikaufenthalte zur Genesung, muss Francis mit seiner Mutter, zwecks Geldmangel, in einen Trailerpark ziehen. Es sieht nach Endstation aus. Kein Entkommen mehr von dort, denn wer mal dort landet, findet den Weg nicht mehr heraus.

Durch einen unglücklichen Vorfall erfährt er, dass er ein Retortenbaby ist, und sein Vater aus der Genie-Samenspenderdatei stammt. Endlich scheint für ihn sein Versagerleben und die Versagerzukunft ein Ende zu haben. Er hat einfach noch nie sein Potential ausgeschöpft. Nachdem er jetzt weiß, dass er von einem Genie abstammt, kann sich sein Leben endlich zum Besseren wenden. Mit nur wenigen Anhaltspunkten macht er sich mit seinem besten und einzigen Freund Grover und seiner Fast-Freundin Anne-May auf die Suche nach seinem Vater.
Nicht nur der Weg ist das Ziel. Auf Abweichungen des Weges lernen die Jugendlichen Freiheit kennen, leben und erleben Freundschaft und Neid, stellen sich ihren Ängsten und Herausforderungen und wachsen an der Aufgabe, Francis Vater zu finden.
Alle drei Hauptcharaktere wachsen dem Leser ans Herz. Es fällt leicht, sich mit ihnen zu freuen, zu leiden, glücklich und traurig zu sein. Man fiebert gespannt dem Ende entgegen - ja, dem Ende und nicht nur dem Ziel! 

Eine Erklärung liefere ich dafür nicht. Wer des Rätsels Lösung wissen möchte, soll unbedingt selber lesen!

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