Buchvorstellung - Die Keime (Old Souls I)


#23 Rezension

Die Keime (Old Souls I)

Julia Mayer
CreateSpace Independent Publishing Platform Verlag
Taschenbuch
ISBN: 9781481088633

 4 von 5 Sternen

copyright Julia Mayer


Kurzbeschreibung:
Amerika, 2074. Auf der Flucht vor den Menschen, die nach dem Leben der „Keime“ trachten, findet sich Avery als eine der wenigen Überlebenden mit anderen Flüchtlingen zusammen. Verzweifelt sind sie auf der Suche nach dem verlorenen Frieden ihrer Gesellschaft. Doch genau dies wird ihnen nicht gewährt, schließlich sind sie Keime – Bürger, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass das höchste Gut der futuristischen Menschheit – die Wiedergeburt – nicht länger möglich ist. „Die Keime“ ist der Auftakt einer 8-Bände starken All-Age Dystopie und widmet sich mit Leidenschaft den Fragen einer zukünftigen Gesellschaft und der zwischenmenschlichen Philosophie.
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Avery und Scar (Keime) sind auf der Flucht vor den Häschern, die sie töten und für immer auslöschen wollen. Gleichzeitig sind sie auf der Suche, wie sie in die nächste Lebensphase (Splitter) übertreten können. Denn dies ist ihr einziger Schutz vor der Treibjagd.
Die Autorin hat ein besonderes Gefühl für bildliche Sprache. Sie schafft es, selbst einfache Dinge, Situationen und Gefühle derart bildlich zu beschreiben, dass es schon fast lyrisch klingt.
Zu Anfang ist der Leser etwas, wegen dieser metaphorischen Sprache, irritiert, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran und wird im Lesefluss dann nicht mehr davon gestört.
Die verschiedenen Hauptcharaktere sind schön gezeichnet.
Avery, aus der gehobenen Schicht vom Lande stammend, die jung und behütet aufgewachsen ist und noch nicht viel von der Welt außerhalb mitbekommen hat, ist irritiert und mit ihrer Flucht-Situation, überfordert. Sie ist gefühlsbetont und sehnt sich nach Ruhe und Harmonie.
Scar, ihr Fluchtpartner, schon etwas älter, brummig, unnahbar und wortkarg, da er schon länger mit dieser schrecklichen Situation umgehen muss. Er hat jede Naivität zum Leben verloren.
Cosima, eine abtrünnige Häscherin. Ihr Beruf ist Keime zu jagen und diese zu töten.
Cash, ein junger Mann, gezeichnet von tiefer Trauer um seine Eltern, die gestorben sind, und wegen der Unordnung im System nicht wiedergeboren werden können. Er ergibt sich seiner Trauer und versucht sie durch Drogen und Alkohol zu benebeln.
Ephraim, die Koryphäe (unsichtbarer Beschützer) der verstorbenen Mutter von Cash.
Der Debütroman und Start einer 8-teiligen Reihe reißt interessante Themen wie Wiedergeburt, Leben nach dem Tod, Träume und Traumstudien an und ich bin sehr gespannt, wie diese Themen in den weiteren Bänden verfolgt und wie die bisher aufgekommene Fragen beantwortet werden. Es ist mir jedenfalls sehr leicht gefallen, mir die von Julia Mayer erschaffene Welt und Weltordnung, vorzustellen.
Ich werde gespannt verfolgen, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verflochten werden und wann und wie neue dazukommen. Welche Nebencharaktere werden zu Hauptcharakteren und von welchen werden wir uns verabschieden müssen? Ich hoffe, dass wir bald Antworten darauf erhalten werden.





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