Buchvorstellung - Das Haus am Abgrund


#26 Rezension

Das Haus am Abgrund

Susanne Gerdom
bloomoon Verlag
Broschiert
ISBN: 9783760786667

 4 von 5 Sternen


Klappentext: 
Wie ein dunkler Schatten steht das alte Haus auf der Klippe am Meer. Adrian, der an einer unheilbaren Krankheit leidet und der sich in einem kleinen Cottage in der Nachbarschaft erholen soll, lässt der Anblick nicht los. Etwas an dem Haus ist seltsam und beunruhigt ihn - und das hat nichts mit den Halluzinationen zu tun, die ihn aufgrund seiner Erkrankung heimsuchen. Und warum stößt er bei seinen Nachforschungen immer wieder auf die rätselhafte November? Das Schicksal des Mädchens scheint auf unheilvolle Weise mit dem Haus verbunden zu sein Halluzination und Wirklichkeit vermischen sich zunehmend, während Adrian nach und nach ein dunkles und unglaubliches Geheimnis aufdeckt.
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Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Susanne Gerdom und auf keinen Fall das letzte! Die Autorin schafft es allen Charakteren, Haupt- als auch Nebencharakteren, eine Tiefe zu geben. Dadurch sind sie sympathisch und man kann sie sich gut vorstellen und ihnen in der Geschichte folgen. Auch die bildhafte Darstellung im eigenen "Kopfkino" fällt nicht schwer.
Den Leser erwartet eine spanned-spookige Geschichte, die anfangs etwas verwirrt. Sobald alle Handelnden aufgetreten und vorgestellt sind, befindet man sich auf dem Weg des Rätselns und Spekulierens. Was hat es mit dem Haus auf sich und wie sind Adrian und Nova in die Geschichte des Hauses verwickelkt? Warüm übt das Haus solch eine Anziehungskraft aus?
Susanne Gerdom legt schöne "Spuren" auf dem Weg zur Lösung und der aufmerksame Leser entwirrt den Knoten, um am Ende trotzdem ein "AHA" auszurufen. Es ist ein besonderes Ende, das nicht einfach so heruntergelesen werden kann. Jedes Wort ist wichtig, um die Abzweigung zur Auflösung nicht zu verlieren.
Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Spuk-/Mystikelemente sind für meinen Geschmack ausreichend dosiert, um nicht ganz den Bezug zur realen Handlung zu verlieren. Auch wenn für mich persönlich ein paar letzte Fragen offen geblieben sind, ist dies ein Buch, das viele schöne Lesestunden bereitet.
Vielleicht darf man als erwachsener Leser nicht einfach alles hinterfragen sondern man lässt sich, wie ein Jugendlicher, in die Geschichte fallen.

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