Buchvorstellung - Vom anderen Ende der Welt


#2 Rezension

Vom anderen Ende der Welt

Liv Winterberg
Gesprochen von: Gabriele Blum

Hörbuch-Download

copyright Audible

  • Spieldauer: 11 Stunden und 58 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Audible GmbH
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 20. Juni 2013
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00DHN6N3A

3 von 5 Sternen

Ich habe dieses Buch als ungekürztes Hörbuch gehört. Es wurde sehr schön vorgetragen und erzählt. Es hat großen Spass gemacht, sich durch die Sprecherin in das England von 1785 entführen zu lassen.

Mary Linley, die Tochter und einziges Kind eines Witwers, hatte das Glück, von Ihrem Vater mit viel Liebe und Wissen in den Bereichen der Medizin und Botanik ausgebildet worden zu sein. Obwohl zu dieser Zeit Frauen als minder intelligent galten und sich ausschließlich mit dem Haushalt und Hausarbeiten beschäftigen sollten, hegte Mary den Wunsch, mit der Arbeit, die sie beim Vater gelernt hatte, weiterzumachen. Sie erkennt, dass ihr das als Frau nicht gelingen würde und fasst den Entschluss sich als Mann auszugeben und heuert auf einem Schiff an, auf dem sie als Zeichner von Sir Carl Belham, einem bedeutenden Botaniker und Mitglied der Royal Society, auf Forschungsreise geht.

Lange Zeit nun verbringt der Leser mit Mary auf dem Schiff. Er erfährt, wie es damals auf den Schiffen zuging, wie Männer sich verhalten, wenn sie sich unter sich wähnen, wie brutal miteinander umgegangen wird und hofft mit Mary, dass sie unerkannt bleibt. Krankheiten und Stürme fordern ebenso ihren Tribut, wo Mary aber dank ihres Wissens helfen kann und dafür geschätzt wird.
Irgendwie wartete ich ständig, dass die Handlung vorangeht und was bedeutendes und spannendes passiert. 

Und tatsächlich, drei Stunden vor Buchende (das Hörbuch geht knapp 12 Stunden) wird es interessant. Auf Tahiti passiert etwas, das einen die Luft anhalten lässt. Aber dies war für mich nur für kurze Zeit. Sogleich plätschert die Story wieder eine lange Weile auf Tahiti vor sich hin, die mich leider nicht mitreißen konnte. (Ich sage nicht mehr, da ich die Wendungen und interessanten Punkte der Geschichte nicht verraten möchte)

Die Ereignisse überschlagen sich in der letzten Hörstunde sehr schnell und das Buch ist zu Ende. Der Abschluss des Buches ist nicht schlecht, hat mich aber auch nicht so richtig vom Hocker gerissen. In sich zwar irgendwie schlüssig, aber alles in allem war ich dann doch froh, dass ich dieses Buch beendet habe.

Mein Fazit ist, dass dies ein ganz netter, historischer Roman ist, der deutlich zeigt, wo damals die Grenzen für Frauen waren. Man erfährt etwas über die Forschung im 18. Jahrhundert, das durchaus interessant ist. Aber insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht ganz von sich überzeugen können.

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