Buchvorstellung - Léonide

#38 Rezension

Léonide
Charlotte Schaefer
Sieben-Verlag
Broschiert
ISBN: 9783864431326

2 von 5 Sternen

copyright Sieben Verlag


Kurzbeschreibung:
Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.

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Meine Meinung:
Leider muss ich gleich zu Anfang sagen, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Ich hatte mich auf einen historischen Roman mit mystischen Elementen eingestellt. Doch keins von beiden war für mich ausreichend dargestellt. Die historische Zeit des 19. Jahrhunderts spielt für die Handlung gar keine Rolle. Genausogut hätte der Roman in der heutigen Zeit verankert sein können. Am Ende fand ich sogar, dass die Hauptfigur nicht ihrer Zeit entsprechend denkt und handelt.

Der Rahmen der Geschichte ist, für meinen Geschmack, zu eng gefasst. Die Handlung ebenso. Es passiert nicht wirklich viel, das mich als Leser in die Geschichte hineinzieht. Die Kurzbeschreibung sagt bereits alles und die dort gestellten Fragen werden am Ende nicht eindeutig beantwortet. Natürlich muss nicht jede Geschichte abgeschlossen sein, auch ein offenes Ende ist manchmal interessant. Hier jedoch lässt mich das Ende verwirrt und unzufrieden zurück. Ein, zwei logische Fehler verstärken dann noch meine Verwirrtheit, da es sowieso schon nicht leicht ist, Wahn und Wirklichkeit zu trennen, um Léonide noch folgen zu können.
Ein Großteil des Buches besteht aus Wiederholungen der Geschehnisse, aus Willems oder Léonides Sicht. Das erste Mal fand ich es noch interessant und spannend, dann aber hat es mich zunehmend angestrengt, da man durch den Blickwechsel nicht wirklich viel Neues und Wichtiges erfährt.
Die Idee des Buches gefällt mir und hätte großes Potential gehabt, das leider nicht umgesetzt wurde.


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